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Lamont
Die La Mont Kessel GmbH & Co. KG ist ein seit nahezu siebzig Jahren bestehendes Ingenieurbüro, das sich in seiner Vergangenheit mit der Konstruktion industrieller Wärmeübertrager zur Dampf- und Heißwassererzeugung befasst hat. Die Wärmeleistungen reichen von haustechnischen bis hin zu Größenordnungen für Kraftwerke (Dampfkessel von 0,8 t/h bis 3.000 t/h, Heißwasserkessel von 0,1 MW bis 175 MW). Durch diese Erfahrungen verfügt La Mont über umfangreiche Kenntnisse im Bereich des Feuerungs- und Anlagenbaus, da in der Historie von La Mont nicht nur spezielles, sondern auch generelles Wissen des Anlagenbaus abgefragt wurde.
La Mont arbeitet eng mit seiner Partnerfirma ERK Eckrohrkessel GmbH mit Sitz in Berlin zusammen. Diese Firma hat ein ergänzendes Profil, basierend auf einem anderen Kesselsystem. Beide Firmen arbeiten weltweit vernetzt mit energie- und verfahrenstechnischen Betrieben sowie mit Hochschulen zusammen. Globalisierung hat hier im mittelständischen Bereich schon stattgefunden, bevor dieser Begriff eingeführt wurde. Die Lizenzpartner sind bekannte große und mittelständische Anlagenbauer mit unterschiedlichen Schwerpunkten beispielsweise im Bereich der energetischen Verwertung von kommunalen, industriellen und landwirtschaftlichen Abfallstoffen, wald- und feldfrischen Biomassen, Kohlen, Öl, Gas usw. La Mont weiß hierdurch, welche anlagentechnische Lösungen für Sie optimal sind.
Wildau entstand unter anderem durch die zahlreichen Schifferfamilien, die sich entlang der Dahme ansiedelten und für den Ausbau der preußischen Residenz mit ihren Kähnen Sand, Kies und Ziegel aus der Umgebung nach Berlin lieferten. Als Industriestandort wurde Wildau allerdings durch den Maschinenbau bekannt. Im Jahre 1897 errichtete die Firma Schwartzkopff hier ein Lokomotivwerk und eine - heute denkmalgeschützte - Werksiedlung. Im Zweiten Weltkrieg vor allem in der Rüstungsproduktion tätig, wurde das Werk nach Kriegsende demontiert. Aus den Resten entstand nach 1945 ein Staatsunternehmen des Schwermaschinenbaus, das sich nach 1989 völlig umstrukturieren und neu orientieren mußte.
In der Region um Wildau sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Technologie- und Gewerbeparks entstanden, in denen sich Dienstleistungsunternehmen und Logistikzentren, Energie- und Umwelttechnikbetriebe angesiedelt haben. Mit einigen von ihnen arbeiten wir eng zusammen.
Die Betriebsfachschule, die 1949 gegründet wurde, war eng mit dem Maschinenbau der Region verwurzelt. 1991 wurde durch das Land Brandenburg die Technische Fachhochschule gegründet. Neben der traditionellen ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung runden heute Bereiche wie beispielsweise Betriebswirtschaft, Verwaltung und Recht, Wirtschaftsinformatik und Logistik das Angebot ab.
Dienstleistungen im Bereich Engineering/Re-Engineering werden für La Mont-Kessel, Eckrohrkessel so wie auch für andere Bauarten angeboten:
Basic und Detail-Engineering
Erstellung von Projekt-, Angebots-, und Werkstattzeichnungen (2D-/3D-AutoCAD und Solid Works),
Ausarbeitung von Sonderkonstruktionen
Berechnung von Kesselgewichten
Überprüfung von Konstruktion und Erarbeitung von Modifikationsvorschlägen
Wasserumlaufberechnungen
Festigkeitsberechnungen
Wärmetechnische Berechnungen
Wir setzen unter anderem auf modernste Simulationstechniken (CFD & FEM), um beste Qualität und höchste Effizienz zu sichern.
La Mont- und Eckrohr-Kessel sind universell einsetzbar. Besonders geeignet sind sie bei Gegebenheiten, in denen der Kessel eine komplizierte Form besitzen muss, z.B. aus Platzmangel. Demzufolge spielen die örtlichen Gegebenheiten bei La Mont- und Eckrohr-Kesseln nahezu keine Rolle.
Beispiele für La Mont- und Eckrohr- Kessel:
Dampfkessel
Heißwasserkessel
Thermoölkessel
Schiffskessel
Mögliche Brennstoffe:
Öl
Gas
Kohle
Biomasse
Abhitze
Abfall/Sekundärbrennstoff
Vorteile des La Mont-Systems
Breites Leistungsspektrum
(Dampfkessel von 0,8 t/h bis 3.000 t/h,
Heißwasserkessel von 0,1 MW bis 175 MW)
Der Wasserumlauf ist schon vorhanden, bevor die Beheizung einsetzt. Das Wasser wird zwangsläufig entsprechend der Wärmeaufnahme der einzelnen Rohre auf alle Rohre verteilt. Auch bei sehr hoher spezifischer Wärmebelastung einzelner Stellen besteht keine Gefahr einer lokalen Überhitzung der Rohre, weil der Massenstrom dieser hohen Belastung von vornherein angepasst wird.
Materialbeanspruchung der beheizten Rohre
Die Möglichkeit, Rohre kleineren Durchmessers zu verwenden, ergibt geringere Rohrwandstärken und damit auch geringere Materialbeanspruchung der Rohre durch den Unterschied von Rohraußen- und Innentemperatur. Der Zwangumlauf sorgt für eine gleichmäßige Temperatur in allen Rohren schon beim Anfahren des Kessels.
Abscheidung von Dampf und Wasser
Der Wasserumlauf wird auf das 2- bis 5fache begrenzt. Dadurch wird die Trennung von Dampf und Wasser in der Trommel erleichtert. Als Folge davon kann die Trommel kleiner sein bei gleichbleibender Dampfqualität.
Schnelles Anfahren vom kalten Zustand
Da vor dem Anfahren schon ein Wasserfluss durch die Rohre vorhanden ist, kann man mit großer Feuerrungsleistung anfahren, bzw. die Rohre können z.B. bei Abhitzekesseln sofort mit der vollen Wärmemenge belastet werden. Die Anfahrgeschwindigkeit ist für den eigentlichen Kessel nur durch den zulässigen Temperaturgradienten in der Trommelwandung gegeben, der von der Wandstärke abhängig ist. Dadurch, dass der Trommeldurchmesser bei La Mont-Kesseln kleiner sein kann als bei Naturumlaufkesseln, kann auch die Wandstärke geringer sein, was sich wiederum günstig auf die Anfahrgeschwindigkeit des Kessels auswirkt. Überhitzer und Vorwärmer können beim Anfahren durch eine entsprechende Schaltung auch durch den Zwangumlauf gekühlt werden.
Schnelle Laständerungen
Ein La Mont-Kessel kann außerordentlich schnell von kleiner Last auf große Last gebracht werden, da der Massenstrom in den Rohren schon bei kleiner Last vorhanden ist und nicht erst wie bei Naturumlaufkesseln mit der Beheizung beschleunigt werden muss. Beim Anfahren des Kessels aus dem kalten Zustand wie auch bei Laststeigerungen wird ein Teil des Wassers aus den Heizflächen durch die entstehenden Dampfblasen verdrängt und in die Trommel gedrückt. Beim La Mont-Kessel ist diese Wassermenge geringer als bei einem Naturumlaufkessel, da zum einen die Umlaufzahl kleiner ist und zum anderen die Heizflächen durch den kleineren Rohrdurchmesser weniger Wasserinhalt haben.
Druckabsenkung
Die zulässige Druckabsenkungsgeschwindigkeit hängt von der Geschwindigkeit des Wassers in den Fallrohren ab. Bei einem Naturumlaufkessel ist diese Geschwindigkeit durch den Reibungswiderstand begrenzt, der wiederum durch die natürliche Auftriebshöhe, also Höhe des Kessels, vorgegeben ist. Bei einem La Mont-Kessel hat man es durch die Wahl des Förderdrucks der Umlaufpumpe in der Hand, die Wassergeschwindigkeit in den Fallrohren, das sind die Zulaufrohre von der Trommel zur Umwälzpumpe, zu optimieren.
Konstruktive Freiheit
Im Gegensatz zu Naturumlaufkesseln, bei denen bei der Rohrführung auf die Schwerkraft geachtet werden muss, können die Rohre eines La Mont-Kessels beliebig geführt werden, da der Wasserumlauf durch die La Mont Umwälzpumpe unabhängig von der Schwerkraft eingestellt wird.
Aus allen diesen Gründen ist der La Mont-Kessel der ideale Abhitzekessel. Die Rohrwicklung kann ohne Einschränkung den Platzverhältnissen angepasst werden. Selbst bei sehr starker Beheizung sind sehr lange horizontale Rohranordnungen möglich. Die Nutzung von Restwärme aus chemischen oder metallurgischen Prozessen selbst mit höchsten Temperaturen ist ohne Gefahr für die Heizflächen möglich. Auch die Nutzung von Restwärme aus Prozessen mit verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, jedoch sehr hohen Rauchgasmengen, bei denen sehr große Zugquerschnitte erforderlich sind, ist möglich. Trotz dieser großen Rauchgasmengen kann der Kessel den vorhandenen Platzverhältnissen angepasst werden. Üblicherweise werden für die Zwangsverteilung des Wassers auch die einzelnen Rohrgruppen die Rohre mit La Mont Verteilerdüsen versehen. Nicht in jedem Fall sind solche Verteilerdüsen erforderlich. Exakte Wasserumlaufberechnungen geben darüber Auskunft, ob Verteilerdüsen notwendig sind.
Vorteile Eckrochkessel
Leistungsspektrum (Dampfkessel von ? bis ?)
Schnelles Anfahren
Der Wasserumlauf beginnt sehr schnell, weil weder große Überhub-Strecken, noch lange Wasserwege vorhanden sind. Durch kurze Wasserwege nehmen alle vom Wasser durchflossenen Rohre sehr schnell die Siedetemperatur an, so daß gefährliche Materialspannungen nicht entstehen können. Eine Untertrommel fehlt völlig, so daß auf Temperaturspannungen in dieser Trommel und dem damit verbundenen "Krummziehen" keine Rücksicht genommen werden braucht. Es werden verhältnismäßig wenig Rohre an die Trommel angeschlossen, so daß es keine Materialschwächungen gibt und die Trommel im gesamten Umfang mit gleicher Wanddicke und vergleichsweise geringer ausgeführt werden kann. Die Fall- und Rücklaufrohre haben einen so großen Durchmesser, daß Dampfblasen bei Druckabsenkungen oder hohen Laständerungsgeschwindigkeiten den Umlauf nicht gefährden. Die zulässigen Temperaturänderungsgradienten können dadurch wesentlich höher liegen, was ein schnelles Anfahren des Kessels ermöglicht. Die Wanddicke der Trommel im gesamten Umfang kann kostant sein, so daß eine Verformung der Trommel gering bleibt.
Selbsttragende Konstruktion
Die Wärmeausdehnung erfolgt von unten nach oben. Dieser Vorteil kommt bei Rostfeuerung zum Tragen, da hier die Dehnungsunterschiede zwischen Rost und Kessel minimiert werden und damit die Abdichtung wesentlich einfacher ist.
Geringe Druckschwankungen bei Laständerungen
Lastschwankungen in kürzester Zeit sind möglich, ohne daß der Dampfdruck sich wesentlich verändert. Bei den Lastschwankungen bleibt auch der Wasserstand in der Trommel ruhiger als bei anderen Kesselbauarten.
Hohe Dampfreinheit
Im Rohrsystem findet schon eine Trennung von Wasser und Dampf statt. Der Feuchtigkeitsgehalt des Dampfes ist sehr niedrig. Hohe Dampfreinheiten können auch bei schlechter Speisewasserqualität erreicht werden.
Gute Anpassung an Platzverhältnisse
Durch das System der Rücklaufrohre werden die Heizflächen nicht nur von der Trommel mit Wasser versorgt. Die Heizflächen können damit relativ weit entfernt von der Trommel liegen. Große Kessel, wie in Müllverbrennungsanlagen üblich, sind damit ohne großen Aufwand realisierbar. Kompakte Typen sind für die ensprechenden Brennstoffe entwickelt worden, so daß ein geringer Platzbedarf gegeben ist bzw. der Transport von der Werkstatt zum Kunden in vielen Fällen in einem Stück möglich ist.
Einfache Montage und
wenige Schweißungen auf der Baustelle
Der Kessel kann in Segmenten in der Werkstatt vorgefertigt werden. Auf der Baustelle sind nur wenige Schweißungen nöig. Daraus resultieren kurze Montagezeiten und eine hohe Fertigungsqualität.
Wir verfügen über sehr differenzierte und ausgedehnte Kenntnisse im Bereich Energiewandlung hinsichtlich der Kessel- und Feuerungstechnik. Dabei ist La Mont weltweit mit kompetenten Anlagenbauern verbunden. Seitens dieser Firmen kann die nötige Technik bereitgestellt werden.
Es stehen verschiedene, vielfältig erprobte Feuerungssysteme zur Verfügung, die mit einer sehr viel größeren Zahl von Kesseln kombinierbar sind, so dass man sich auf die verschiedensten Brennstoffsortimente einstellen kann. Grob strukturiert besteht die Energieerzeugungsanlage aus den Komponenten:
Brennstofflagerung bzw.- speicherung einschließlich der Zuführungs- und Aufgabeeinrichtungen
Feuerung einschließlich Entaschung und Luftzuführung
Dampfkessel mit den Untergruppen Economiser, Verdampfer und Überhitzer, in Einzelfällen handelt es sich lediglich um Heißwasserkessel mechanische und in Einzelfällen chemische Rauchgasreinigung
Rauchgasableitung
Entspannungsmaschine mit Stromgenerator (in der Regel eine Turbine, aber auch Kolbensysteme sind denkbar, wie Sterling- und Spilling-Motoren)
Die Komponenten Feuerung, Kessel und Rauchgasreinigung sind die eigentliche planungstechnische Herausforderung, die aus unserem Erfahrungsschatz gelöst wird. Unsere über 20.000 Referenzen im Bereich der Kesselauslegung beweisen, dass wir stets optimale Lösungen erarbeitet haben und weiterhin erarbeiten werden.
La Mont wird als Kesselspezialist zur Begutachtung von Anlagen herangezogen. Dies können Anlagen mit La Mont- und Eckrohr-Kesseln, aber auch mit anderen Systemen ausgestattete Anlagen sein. Die Aussagen in den Gutachten werden durch technische Berechnungen und Messungen unterstützend flankiert.
Gutachten werden für unterschiedlichste Anforderungen der Auftraggeber erstellt:
Bewertung der Restlebensdauer von Kesselanlagen,
Bewertung von Korrosionsschäden,
Bewertung des Verschmutzungsverhaltens in Kesselanlagen,
verfahrenstechnische Gesamtbeurteilung der Anlage im Hinblick auf die Erhöhung von Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit,
Bewertung der Strömungsführung in Kesseln,
Bewertung von Schwachstellen im Wasserumlauf,
gutachterliche Unterstützung in Gewährleistungsfragen (Lieferant/Betreiber),
Bewertung von Instandhaltungsmaßnahmen.
Zu unseren Kunden zählen viele Energieversorger, Planungsbüros, Versicherungen und Anwaltskanzleien.
IP-Tubes sind Rohre mit speziell geformten Wänden. Für die Umformung werden die auf dem Markt verfügbaren Standardrohre eingesetzt. Die Oberflächenform der Rohre kann an die angestrebten Eigenschaften wie beispielsweise die Erhöhung der Wärme- und Stoffübertragung angepasst werden. IP-Tubes beeinflussen die äußere und innere Strömung, reflektieren Schall- und Lichtwellen auf besondere Weise, und die Struktur verleiht dem Körper vorteilhafte Schwingungs- und Festigkeitseigenschaften. In den Kombinationsmöglichkeiten der unterschiedlichen Eigenschaften liegt eine große Chance, Strukturrohre den unterschiedlichsten Anforderungen anzupassen und damit komplexe technische Aufgabenstellungen einfach und kostengünstig zu lösen.
Anwendungen
Kesselrohre (Industrie- und Haustechnik)
Katalysatoren
industrielle Wärmeübertragung
Abgassysteme hinter Verbrennungen
Leichtbau
Gestaltung
Produktnutzen
Die Substitution von Glatt- durch Strukturrohre führt zu einer Reihe von Vorteilen:
Materialersparnis
Kostenreduzierung
stark reduziertes Bauvolumen
geringere Verschmutzungsneigung
Verbesserte Funktionalität
Kundennutzen
Bei der Substitution von Glattrohren durch IP-Tubes ergeben sich für den Anwender vielfältige Vorteile wie:
Gewichts-/Materialeinsparung
verbesserte Funktionalität
verringertes Bauvolumen
geringere Verschmutzungsneigung
Abhängig von der jeweiligen Applikation können sowohl alle o.g. Vorteile bei einem Produkt wirksam werden, als auch nur ausgewählte. In jedem Fall stellt sich aufgrund der Vorteilhaftigkeit der IP-Tubes ein technischer Vorsprung beim Kunden ein, der einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern darstellt, da sich signifikante Kosteneinsparungen ergeben. Sei es nun ein großer Wasserrohrkessel, dessen Heizfläche erheblich verkleinert werden kann, oder eine Kfz-Abgasanlage, bei der bisher erforderliche Schalldämpfer verkleinert oder im günstigsten Fall entfallen können. Die strukturierte Oberfläche erhöht Biege-, Knick- und Beulsteifigkeit der Rohre, was im Metalleichtbau zu Gewichtseinsparungen führt. Der Innen- und Gebäudearchitektur werden durch die Variationen der Oberflächenstruktur neue Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Mitunter können dem Rohr, aufgrund seiner hohen Wärme- und Stoffübergangsleistung als Konstruktionselement neue Einsatzgebiete erschlossen werden, wie z.B. im Bereich der heterogenen Katalyse (katalytische Reaktionen an einer Oberfläche).
Leistungssteigerung
Allgemeines
Der Wasserumlauf in Umlaufkesselanlagen hat einen signifikanten Einfluß auf das Betriebsergebnis und die Betriebssicherheit. Durch die Einführung eines Strömungswächters (Patent DE 19962429 A1) können die Leistungsreserven einer Kesselanlage unter qualifizierter Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Aspekte ausgeschöpft werden.
Limitierende Faktoren
Leistungsreserven
Der verstärkte Kostendruck im Energieanlagenbau hat dazu geführt, dass von Kesselkonstruktionen immer höhere Leistungen bei gleichem Bauvolumen gefordert werden. Durch verbesserte Berechnungsmöglichkeiten des Wasserumlaufs werden die Druckkörper grenzwertiger bezogen auf den erwünschten Betriebspunkt ausgelegt. Die grenzwertigere Auslegung von Neuanlagen führt dazu, das die Anlagen nur geringe Leistungsreserven bezüglich der Überschreitung ihrer Auslegungswerte haben. Betreiber älterer Anlagen sind bestrebt, die Leistungsreserven Ihrer Anlagen auszunutzen.
Komplexizität der Zweiphasenströmung
Die physikalischen Modelle der Zweiphasenströmung weisen nach wie vor Berechnungsungenauigkeiten auf, weshalb eine Unsicherheit in der Berechnung besteht, die durch entsprechende Sicherheitszuschläge berücksichtigt werden muss.
Veränderte Strömungsbedingungen
durch Wasserkonditionierung
Der Einsatz von Wasserkonditionierungsmitteln zum Korrosionsschutz führt zur Förderung oder Hemmung der Schaumbildung, woraus sich ein Einfluß auf die Strömungsform und der Reibung der Zweiphasenströmung in den Rohren ergibt.
Betriebliche Einflüsse
Eine Reihe von betrieblichen Parametern, die während der Planungs- und Auslegungsphase der Anlage nicht bekannt waren, haben einen Einfluß auf den Wasserumlauf. Hierzu zählen insbesondere Druck-, Last- und Speisewassertemperaturschwankungen.
Funktionsprinzip
Der Strömungswächter basiert auf einem Ultraschall-Strömungsmessgerät.
Die Messköpfe werden in Kesselbereichen angeflanscht, in denen auf der Basis von Wasserumlaufmessungen die gefährdesten Bereiche vorhergesagt wurden.
Das Meßgerät liefert keine quantitativen Größen für die Wasser- und Dampfgeschwindigkeit, sondern ein qualitatives Bewertungskriterium über den Strömungszustand.
Vor Abriss des kühlenden Wasserfilms, welcher bei Schichten- und Wellenströmung in horizontalen Rohren und Tropfenströmung in vertikalen Rohren eintritt, wird durch den Strömungswächter ein Warnsignal auf die Leitwarte gegeben.
Durch Koppelung der Messsignale mit der Feuerleistungsregelung ist ein Heranfahren des Kessels in den maximalen Leistungsbereich möglich.
Einsatzgebiete
Die Technologie läßt sich bei allen Naturumlaufkesselarten vorteilhaft anwenden, woraus sich ein sehr großes Marktpotential ergibt. Kesselsysteme, in denen inhomogene Brennstoffe verfeuert werden (z.B. Abfallverbrennung und Prozesse mit stark schwankender Dampfentnahme (z.B. Papierindustrie) sind prädestiniert für die Anwendung des Strömungswächters. Der Einsatz der Strömungswächter sollte speziell in den gefährdeten Bereichen wie horizontalen Rohren oder in Bereichen von unsicheren Strömungsverhältnissen (geringer Auftrieb mit starker Wärmebelastung) erfolgen.
Produktmerkmale
einfache Montage der Messköpfe durch Clamp-on-Verfahren
keine Beeinflussung der Rohrströmung durch berührungslose Messung
minimaler Wartungsaufwand
Vermeidung von Kesselschäden
Erhöhung der Verfügbarkeit
Aktivierung der energetischen Reserve des Kessels
Erhöhung der operativen Flexibilität
(Druckabsenkung und Teillasten)
Schrägrost
Wir bieten zukunftsweisende Lösungen im Bereich der thermischen Verwertung von erneuerbaren Brennstoffen mit dem Biomasse-Kraftwerk an. Dieses Produkt entspricht den aktuellen Trends zur nachhaltigen Energieerzeugung. Vierhundert Referenzen liegen für den Einsatz von Kesselanlagen zur Dampf- bzw. Heißwassererzeugung mit Biomassefeuerung vor. Die Kesselanlagen sind mit den unterschiedlichsten Feuerungssystemen (stationäre und zirkulierende Wirbelschicht sowie unterschiedliche Rosttechnologien) ausgestattet oder sind als Abhitzekessel in Betrieb.
Als All-In-One-Solution bieten wir mit dem wassergekühlten Schrägrost ein eigenes Rostsystem an. Die Neigung des Rostes entspricht dabei dem Schüttwinkel des Brennmaterials bzw. dem der Asche, wodurch sich der Brennstoff auf dem Rost durch die Schwerkraft selbst transportiert. Aus diesem Konstruktionsprinzip ergaben sich eine Reihe von Vorteilen gegenüber mechanischen Rostsystemen
robuste und kostengünstige Konstruktion
keine mechanisch bewegten Elemente
geringer Verschleiß
Verminderung von Anbackungen durch Wasserkühlung
Intensivierung des Wasserumlaufs im Kesseldruckkörper durch Einbindung des Rostes in den Wasserumlauf
Im kleineren Leistungsgrößen kann das gesamte Verbrennungssystem als wassergekühlter Schrägrost ausgeführt werden. Das Spektrum der eingesetzten Brennstoffe beinhaltet Holz, Holzabfälle, Hackholz, Torf, Rinde, Stroh, Bagasse, Olivenreste, Palmenfasern, Nussschalen. Durch unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Biomasseverbrennung steht ihnen ein kompetenter Partner für die Planung, Auslegung sowie Betrieb und Sanierung von biomassegefeuerter Anlagen zur Verfügung. Die Technologie wird durch Lizenznehmer, die insbesondere auf dem asiatischen Markt (China, Thailand, Malaysia, Indonesien, Indien) erfolgreich akquirieren, angeboten.
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